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STATT EINES VORWORTES
(aus Gert Loschütz: Unterwegs zu den Geschichten; Verlag der Autoren, Frankfurt
1998)
... Geschichten von Orten und Leuten, Unterwegsgeschichten, von denen einer
wie nebenbei berichtet, bevor er weiter muss. Auf dem schmalen Grad zwischen
Erinnerung und Beobachtung angesiedelt, schwanken sie zwischen erfundenen und
erfahrenen Erlebnisse. Das Grenzgebiet zwischen dem Erleben und dem Ausdenken,
zwischen dieser und jener Welt, wird genutzt und nach beiden Seiten hin verlassen,
denn schon im Moment des Notierens beginnt das Umformen, das literarische Erzählen,
für das die Wirklichkeit nur Material ist. Dem glücklichen Zufall, der im Leben
über Veränderungen entscheiden kann, wird hier ebenso nachgespürt wie dem zufälligen
Glück beim Überschreiten der Grenze im Schreiben.